. . . Letzter Schultag


Marcus (Streber) und Marco (Hr Klausnitzer) bei den letzten Proben
Es war an einem wunderschönen Sommermorgen im Jahre 2006. Genauer gesagt am 15. Juni 2006 als für die "Goldenen 12er" das letzte mal die Schulglocken erklangen. Natürlich waren diesmal alle schon punkt 6:45 Uhr anwesend - man will ja nicht zu spät kommen, zum besten Schultag überhaupt - dem Letzten. Einige waren sogar gleich über Nacht geblieben um dieses Event angemessen vorzubereiten. Immerhin mussten Klassenzimmer, Tafeln und Gänge ordnungsgemäß umgestaltet, sowie das Schulgelände mit Spruchbändern und Wimpelketten behangen werden. Außerdem musste das Abschlussprogramm noch schnell einstudiert werden.


ein Abfangjägertrupp in Lauerstellung
Eine kurze Ansprache über die Aufgabenverteilung folgte und schon konnte der Schultag beginnen. Als erstes stand der obligatorische Abistreich auf dem Programm. Dieser bestand aus mehrer Teilen. Zunächst wurden alle Lehrer vom Parkplatz aus in Gewahrsam genommen und in die kleine Aula verfrachtet. Dank Trillerpfeifen und Wasserspritzpistolen folgten auch alle mehr oder minder freiwillig.


alle Schüler versammelten sich auf dem Parkplatz
Da alle Lehrer, nun unter der Gewalt der Goldenen 12er stehend, nicht zum Unterricht erschienen, breitete sich Unruhe unter der Schülerschaft aus. Was ist da passiert? So kam es das alle Schüler auf den großen Parkplatz strömten um zu sehen was eigentlich los ist. Die Lehrerschaft wurde unterdessen ebenfalls auf diesen gebracht und in einen großen Käfig gesperrt. Das großzügige Angebot der Goldenen 12er bestand darin: "Wir behalten die Lehrer und ihr bekommt einen Tag schulfrei, wenn ihr unsere Aufgabe löst." Genial, dachte sich bestimmt der ein oder andere Mitschüler, der jedoch die Rechnung ohne den Wirt gemacht hatte. Hey, wir sind die Goldenen 12er und keine Engel... Wenn wir 12 Jahre lang, Tag für Tag in die Schule mussten - dann ihr auch.


Was für ein schöner Anblick... Lehrer hinter Gittern
Dementsprechend schwer zu lösen war natürlich die Aufgabe. Zwei aneinander gefesselte Lehrer (V. Hegewald, Fr. Bernhardt) lasen ein geringfügig veränderten Osterspaziergang vor. Jedes einzelne Wort lag irgendwo auf dem Parkplatz herum. Ziel war es das die Schüler sich so aufstellten, dass das komplette Gedicht von links nach rechts lesbar ist, wobei jeder Schüler ein Wort in der Hand hält. Kapiert? Nun ja, die Schüler auch nicht und so mussten sie zurück zum Unterricht.


Keine Ahnung wieviele Leute in dem Zimmer waren - es war auf jedenfall laut und lustig
Für die Goldenen 12er ging es indes weiter mit der Vorbereitung des Lehrerfrühstücks. Nachdem alle gespeist hatten, folgte ein lustiger Umzug durch die Klassenzimmer. Eine Klasse war gerade dabei eine Lateinarbeit zu schreiben - dank der Goldenen 12er konnten sie sich davor drücken. Ansonsten standen mehr Spiel und Witz auf dem Programm - so sollte zum Beispiel der Begriff chemische Reaktion definiert werden, ein Lied gesungen, die Rotation der Erde erklärt oder eben lateinische Vokabeln erläutert werden. Erschreckend das einer nicht mal chemische Reaktion definieren konnte - und das bei P. Stürzebecher - Note 6. Setzen!


Abilied vor dem Rathaus
Wenn wir schon einmal beim Umzug sind, natürlich gab es um die Mittagszeit auch einen solchen durch die Stadt. Mit dabei ein von ACR (vielen Dank) mit Lautsprechern ausgestatteter Opeltransporter ( danke Jens). Dazu knapp 100 Goldene 12er, jede Menge Trillerpfeifen, Rasseln und 2 Trommeln - ich denke es war jede menge Lärm. Ein Stop vor dem Rathaus durfte natürlich auch nicht fehlen, und mal ehrlich in einem städtischen Brunnen badet es sich doch immer noch am besten...


Johann badet im Brunnen
Die offizielle letzte- Schultag- Aufführung vor der Aula bildete den Abschluss des Tages. Aufs Korn genommen wurden natürlich die Lehrer. Bei Herrn Stürzebecher ging es feucht, fröhlich zu im Chemie-Unterricht, während Frau Vogel die Gruppe nicht disziplinieren konnte, ganz zu schweigen von Herrn Kramer welcher es verpasste pünktlich zum Unterricht zu erscheinen. Letztlich sollte sich niemand gekränkt fühlen wobei die eine oder andere Anspielung durchaus ernst gemeint war...


Abschied von den Lehrern am Bühnaustollen
Für die Goldenen 12er und die Lehrerschaft ging es im Anschluss noch auf eine lange schweißtreibende Reise nach Zinnwald. An jenen Ort an dem acht Jahre zuvor alles begann, jawohl - den Bühnaustollen. Mit Kaffe und Kuchen im Gepäck verabschiedeten wir uns noch auf unsere Weise von den Lehrern.